Poeppel Corner - Alice Springs
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02.06.01 Die Stecke ist nun um einiges unwegsamer als die QAA-Line und unser Stundenschnitt sinkt unter 15 km/h. Abends testen wir unseren Luftkompressor, in der Annahme, dass die Strecke kurz vor Wonga Junction nun auch mit erhöhtem Reifendruck zu fahren ist und erholen uns danach  bei Lagerfeuer und Jacobs Creek.
   

Natürlich 26°statt 62°!

 

Der Feuermeister

 

 

French Line erfolgreich gemeistert !!!

03.06.01 Nach der wohl kältesten Nacht (einige Grade unter Null, doch im Schlafsack herrlich warm) machen wir uns an den Rest der French Line. Unserer Versuch mit erhöhtem Reifendruck weiterzufahren, scheitert an der zweiten Sanddüne, also wieder Luft ablassen. Dann erreichen wir Wonga Junction, wo die Rig Road in die French Line einmündet, und wieder werden die Reifen mit unserem wirklich guten Kompressor auf 45 psi gepumt. Die Strecke wird nun immer besser und erreicht nach Purni Bore schon fast wieder Highway-Qualität. So in Sicherheit gewiegt erwischen wir mit ca. 80 km/h ein richtig fieses Schlagloch, dessen Aufprall uns das Reserverad vom Dachständer löst. Nach Begutachtung des Landcruisers können wir glücklicherweise keine Schäden entdecken, vermindern unsere Geschwindigkeit und landen unversehrt in Dalhousie Springs, warmen Quellen mitten in der Wüste. Dieser Ort galt jahrtausendelang als einer der wichtigsten für die hier heimischen Aborigines, da es hier Wasser, Nahrung und heilende Pflanzen im Ueberfluss gibt. Nach einem kurzen Aufenthalt in dieser Oase, fahren wir über eine steinige Piste nach Mt.Dare Homestead, wo wir unser Nachtlager aufschlagen.
 

Pneu's pumpen inkl.VB tanken

 

Purni Bore

Witjiara N.P.

 

 

Dalhousie Springs

04.06.01 Das Wetter hat sich verschlechtert, es rieselt leicht und wir brechen schleunigst auf, um nicht durch stärkere Regenfälle am Fortkommen gehindert zu werden. Vor Finke verstecken wir unseren Alkoholvorrat, da das Verbotsschild massive Strafen (Freiheitsstrafe bis zu sechs  Monaten bei Alkoholbesitz) verkündet und wir nicht einen so langen Aufenthalt in Australien eingeplant haben. Wir können unsere Schmuggelware jedoch sicher an die andere Ortsgrenze bringen und fahren zum geografischen Mittelpunkt Australiens, dem Lambert Centre. In Kulgera füllen wir unsere stark geleerten Dieseltanks (22 Liter/100km) und düsen auf dem geteerten Stuart Highway mit sagenhaften 120km/h Richtung Norden. Nach 140km erreichen wir die Ernest Giles Road und besuchen 11km weiter die Henbury Meteorites Crater. Dann biegen wir nach Finke Gorge N.P. ab und erreichen kurz vor dem Eindunkeln Illamurta Springs Conservation Reserve, wo wir unser Nachtlager aufschlagen.
 

Kakadu's

Nicht geduscht ???

Lambert Centre

Lambert Centre

Lambert Centre

Henbury Meteorite Crater

 

Richtung Finke Gorge

 

 

 

05.06.01 Aufbruch um ca. 11:00 Uhr nach Finke Gorge. Kurz vor dem Nationalpark überqueren wir erstmals den Finke River (einfache steinige Durchfahrt). Danach wird die Strecke immer unwegsamer, wir fahren ca. 15km kreuz und quer durch Geröllbetter, Sandbänke, Büsche und Wasserläufe und suchen vergeblich die Durchfahrt Richtung Norden, somit drehen wir enttäuscht um und können dank GPS unsere eigene Route problemlos zurückverfolgen.
 

Old Police Station

 

Finke Gorge N.P. (Finke River)

 

 

 

 

 

 

 

Winching again !

 

 

 

 

05.06.01 Zurück auf der Ernest Giles Road verschlechtert sich das Wetter wieder und wir entscheiden uns für den Stuart Highway nach Alice Springs. Nach einem Happen in einem Roadhouse vor Alice erfahren wir, dass auf der Strecke durch die Finke Gorge seit Februar 2000 niemand mehr durchgekommen ist, was unsere Laune massiv hebt. Auf den letzten 50km nach Alice werden wir von einem Hagelschlag erfasst, der uns zu sofortigem Seitenstop zwingt und die Gegend in winterliches Weiss verwandelt, ein eindrückliches Naturschauspiel. Nach Einbruch der Dunkelheit in Alice Springs angekommen ist die Temperatur auf für diese Jahres-und Tageszeit ungewöhnliche 30° angestiegen, zum ersten Mal schwitzen wir Abends. Nachts gehen einige Gewitter nieder, doch glücklicherweise verschonen sie die Bäume in der näheren Umgebung.
 

Alice Springs (from Anzac Hill)

 

 

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